HERAUSFORDERUNG PO-DELTA - CARPHUNTING AUF ITALIENISCH

CarphuntigDie absolute Ruhe – nur Natur pur – das einzige Geräusch kommt vom fliesenden Wasser eines der größten Flüsse Europas. Die beste Entspannung die es gibt.

Doch dann ein kurzes Zittern an meiner Rutenspitze und plötzlich ist es vorbei mit der Stille. Einer meiner 3 Delkims reißt mich blitzartig aus meinem schon fast meditativen Zustand. Der einzige schrille Ton der mich hier gerne stören darf.

Ein mörderischer Run. Trotz nur weniger Sekunden bis zur Aufnahme meiner Rute hat der Fisch jede Menge Schnur von der Rolle gespult. Er wirft sich in die volle Strömung - versucht verzweifelt zu entkommen. Obwohl die Bremse sehr streng dosiert ist zieht er immer wieder Leine ab. Adrenalin pur – ein herrliches Gefühl.

CarphuntigJetzt versucht er sein Glück, indem er sogar gegen die harte Strömung flieht – was für ein Fisch.

Sitzt der Haken gut ? Schuppi oder Spiegelkarpfen ? Wie wird er aussehen? Wie schwer wird er sein ? Kann ich ihn überhaupt landen ? Viele Fragen schießen mir durch den Kopf, aber zwei Dinge weis ich mit Sicherheit. Erstens – ich kann mich auf mein sorgfältig ausgewähltes Material verlassen und zweitens – dieser Fisch könnte mein „personal best“ werden. Kampfstark liefert mir dieser Karpfen einen aufregenden Drill. Doch auf dem Weg zum Ufer warten noch einige Hindernisse, die mir gefährlich werden könnten.

Flussabwärts ein vom Hochwasser angespülter Baum, der mir schon einmal fast zum Verhängnis wurde und flussaufwärts eine sehr flache Stelle mit einer Muschelbank voller riesiger Flussmuscheln mit sehr scharfen Schalen, die auch abriebfeste Leinen mühelos durchschneiden. Vieles kann noch schief gehen bis dieser Fisch sicher auf der Abhakmatte liegt. Jetzt ist äußerste Konzentration gefragt. Jede Flucht des Fisches muss nun hart aber doch dosiert abgefangen werden. Ausschlitzen verboten. Meine Harrison ballista, obwohl mit satten 4 lbs ausgestattet federt jeden Schlag und jede abrupte Richtungsänderung hervorragend ab.

Langsam gewinne ich die Kontrolle und kann den Karpfen an den Hindernissen vorbei näher zum Ufer manövrieren. Die Fluchten werden kürzer aber heftiger – er scheint noch lange nicht müde zu sein. Mit Routine und Instinkt versuche ich jetzt noch vorsichtiger zu drillen – die Bremse noch etwas mehr geöffnet – ich habe ihn schon sehr nahe am Ufer - nur jetzt keine unliebsamen Überraschungen mehr.

CarphuntigMeine Nerven sind zum bersten angespannt. Der Kescher liegt bereit – die letzen Meter – es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Jetzt durchbricht sein breiter Rücken die Wasseroberfläche – was für ein herrlicher Fisch – kampfstark, mit einem torpedoförmigen Körper und einer mächtigen Schwanzflosse. Als ich mich schon freue, dass ich ihn endlich im Kescher habe, explodiert er noch einmal mit einem gewaltigen Sprung aus dem Netz. Er nimmt noch einmal Leine. Der zweite Versuch ist erfolgreich. Er ist endlich im Kescher. Ich bin nicht sehr gut im schätzen, aber ich glaube dieser Schuppi wird die 100 cm Marke überschreiten.

CarphuntigIch kann meinen Herzschlag spüren. Äußerst gespannt auf Gewicht und Länge trage ich meinen Fang zur Abhakmatte und sehe mir diesen makellosen Fisch voller Bewunderung an. Ein langgestreckter Körper und doch bullig, mit außergewöhnlich großen Flossen. Die ideale Form für das Leben in einem großen Fluss mit starker Strömung.

Ich fühle mich überglücklich über diesen Erfolg. Alle Mühen und Strapazen haben sich gelohnt. Der Platz ist ok., das Material gut gewählt, und die Endmontage plus Köder funktionieren bestens. Ein starkes Gefühl – alles passt – auch das notwendige Quäntchen Glück.

Aber nun zurück zum Hauptdarsteller. Abgekämpft liegt er ruhig auf der Matte und lässt sich geduldig auf eventuelle Verletzungen untersuchen. Gott sei Dank ist er völlig in Ordnung. Nun noch schnell gemessen und gewogen und natürlich ein paar Fotos gemacht, bevor er wieder in seinen Fluss zurück kann. Er hat überhaupt keine Eile davonzuschwimmen. Ganz ruhig und gemächlich verschwindet dieser großartige Fisch in den Fluten.

Na ja – beinahe hätte ich es vergessen zu erwähnen. Er wog 17,6 kg bei einer Länge von 104 cm. Natürlich sind diese Daten wichtig, aber es gibt Wichtigeres. Wir sollten dankbar sein und alles nur Erdenkliche tun um uns die Möglichkeit zu erhalten auch in Zukunft solch herrliche Karpfen fangen zu können.

CarphuntigWie schon gesagt, um solche Sternstunden zu erleben und traumhafte Karpfen im Po-Delta zu fangen muss natürlich alles passen. Das Wasser, das Wetter, der Angelplatz, das gesamte Set Up, das Futter, die Köder und natürlich auch die Betreuung vor Ort durch ein erfahrenes Camp. Ich möchte ihnen nun meine Erfahrungswerte bezüglich all dieser Komponenten für eine erfolgreiche Session am „Po“ näher bringen.

Das Po-Delta ist ein sehr komplexes System. Daher ist es sehr schwierig die jeweilige Situation am Fluss mit den Angewohnheiten oder dem Beißverhalten der Karpfen in Zusammenhang zu bringen. Zum Beispiel muss Niedrigwasser nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Fische nicht beißen. Dieser Fluss lässt fast keine allgemein gültigen Regeln zu.

CarphuntigTrotzdem gibt es ein paar Dinge die beachtenswert sind. Sehr schlecht oder gar nicht beißen die Fische bei sehr trüben Wasser oder bei sehr unterschiedlichen Wasserständen, die nicht durch die Gezeiten bedingt sind. Stark schwankende Wassertemperatur wirkt sich ebenfalls negativ aus.

Die besten Ergebnisse habe ich immer erzielt, wenn die Verhältnisse am Fluss sehr gleichmäßig waren. Voraussetzung dafür sind länger anhaltende gleichmäßige Wetterverhältnisse. Das bedeutet nicht, dass es unbedingt schön sein muss. Auch kaltes trübes Wetter ist in Ordnung – nur gleichmäßig sollte es sein. Es scheint als ob die Karpfen wie wir Menschen auf stark wechselnde Wettersituationen negativ reagieren.

CarphuntigDer Wasserstand des „Po“ hängt unmittelbar mit den Gezeiten des Mittelmeeres zusammen. Bei Flut staut sich das Wasser in den Flusslauf zurück und die Fließgeschwindigkeit verringert sich enorm. Bei sehr starker Flut ändert sich sogar im Bereich des Deltas die Fließrichtung. Das sieht sehr eigenartig aus. Man kann sich die Gezeitenhübe auch zu Nutze machen. Erstens beim füttern, aber dazu komme ich später und zweitens konnte ich immer wieder feststellen, dass meistens Bisse kamen, wenn nach dem Höchststand das Wasser wieder abzufliesen beginnt. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass falls richtigerweise bei geringster Strömung gefüttert wurde, sich noch eine Menge Futter am Angelplatz befindet.

CarphuntigWenn man die Jahreszeiten mit den Fangerfolgen ins Verhältnis setzt ergeben sich folgende Erfahrungswerte. Im Jänner und Februar werden kaum Fische gefangen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Im März bis Mitte April, vorausgesetzt die Wassertemperatur steigt entsprechend an, beginnen die Karpfen wieder aktiver zu werden.

Mitte April bis Mitte Mai war die Fangquote von mir und meinen Angelkollegen immer sehr gut. Die Größe der Fische war meistens recht unterschiedlich. Voraussetzung für guten Erfolg ist ein guter Spot und die Wassertemperatur sollte nicht weniger als 17° betragen. Im Frühjahr ziehen die Karpfen zum laichen in die Seitenarme wo man echte Sternstunden erleben kann. Aber auch bei den meisten Inseln kann man erhöhte Aktivität feststellen.

CarphuntigAls ich Anfang Mai 2004 mit einem guten Freund in einem Seitenarm auf Wels geangelt habe, konnten wir Karpfen beim Laichen beobachten. Ein unvergessliches Schauspiel. Damals haben wir beschlossen in Zukunft Anfang Mai auf Karpfen zu angeln.

Bei einer Tour im Mai 2005 konnten wir zu zweit in einem Seitenarm des „Po“ innerhalb kürzester Zeit über 50 Fische landen. Das Durchschnittsgewicht lag über 9 kg. Soweit ich es in Erfahrung bringen konnte gab es aber auch schon wesentlich bessere Fangergebnisse. Vielleicht klingt es überheblich, aber manchmal haben wir in der Nacht nur mit 2 Ruten gefischt – 3 sind erlaubt – um auch ein bisschen Schlaf zu bekommen. Die Schonzeit beginnt am 15. Mai und endet am letzten Juni.

CarphuntigIch kann ihnen nur empfehlen sich daran zu halten, denn die Kontrollen sind streng. Ob die Fische auch tatsächlich in dieser Zeit laichen hängt hauptsächlich von der Wassertemperatur ab. Nach der Laichzeit ziehen die Fische wieder in den Hauptstrom. Hier gibt es Menge guter Spots. Ich habe schon vieles ausprobiert. Es gibt Rinnen, Kanten und Muschelbänke, wo sich die Karpfen zur Nahrungsaufnahme aufhalten. Aber auch Vertiefungen im Flussbett, wo sich das ausgebrachte Futter sammelt sind gute Spots. Auf der einen oder anderen Insel gibt es ebenfalls sehr gute Angelplätze.

CarphuntigEine andere Möglichkeit ist es vom Boot aus zu fischen. Mit dem Echolot findet man leicht einen Top-Platz. Bei dieser Variante ist man bezüglich Strömung sogar weit besser dran, da man mit der Strömung fischt und somit kaum flussabwärts treibende Äste oder Gras an der Leine hängen bleiben. Außerdem braucht man nicht so schwere Bleie, als wenn man vom Ufer aus quer zur Strömung fischt.
Wenn im Sommer die Wassertemperaturen extrem ansteigen weicht man am besten in die tieferen Bereiche des Flusses aus. In 7 bis 8 m Tiefe konnte ich auch bei hoher Wassertemperatur schöne Fische fangen. Natürlich ist es im Hauptstrom weit schwieriger zu fischen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, denn gerade dort schwimmen die „Dicken“. Wie man technisch die vorhandenen Schwierigkeiten im Hauptstrom lösen kann folgt später.

Eine sehr interessante Jahreszeit ist natürlich der Herbst. Die Karpfen ziehen nach wie vor im Hauptstrom. Auf Grund der nahenden kalten Jahreszeit müssen die Fische jetzt mehr fressen. Vor allem die „Dicken“ intensivieren jetzt die Nahrungsaufnahme sehr stark um gut über den Winter zu kommen. Zu dieser Zeit ist die Chance einen Rekordfisch zu landen besonders groß.

CarphuntigBei einem Kurztripp Mitte Oktober 2004 konnte ich feststellen, dass sowohl die Stückzahl der pro Tag gefangenen Fische als auch das Durchschnittsgewicht deutlich höher als in den Sommermonaten war. In 2 Tagen waren von 14 gelandeten Fischen 6 Stück zwischen 10 und 15 kg, der leichteste über 7,5 kg und der schwerste über 17 kg. Damit ergab sich ein Durchschnittsgewicht von mehr als 10 kg. Ein 2-Mann Team hat zur selben Zeit 8 km flussaufwärts einen noch wesentlich besseren Fangerfolg gehabt. Es war sogar ein Rekordkarpfen über 24 kg dabei.

Im Herbst ist die benötigte Futtermenge relativ groß und es sollte sehr regelmäßig gefüttert werden um die Fische auf dem Platz zu halten. Die starke Strömung im Herbst und im Frühling lässt kein Futter liegen und die Karpfen ziehen sofort weiter sobald sie keine Kugeln mehr am Spot finden.

CarphuntigVon italienischen Anglern konnte ich in Erfahrung bringen, dass auch noch im November und Dezember Karpfen gefangen werden. Zu diesem Zeitpunkt – aber eigentlich schon ab Oktober kann es am Fluss extrem nebelig werden. Oft geht der Nebel erst zu Mittag, manchmal auch gar nicht auf. Mit ungeeigneter Kleidung kann dieses nass-kalte Wetter sehr unangenehm werden. Aber wann und wo auch immer man im Po-Delta angelt, eines darf man nie vergessen – man befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Dementsprechend sollte man sich auch verhalten. Eigentlich sind Zelte verboten, wenn man aber ein vernünftiges grünes oder getarntes Zelt aufstellt und den Platz sauber hält, wird dies geduldet. Äußerste Schonung der Fische und Natur ist angesagt. Trotzdem kann ich nur an die Vernunft jedes einzelnen appellieren, um uns allen die Möglichkeiten zu erhalten, diesen faszinierenden Fluss befischen zu dürfen. Catch and release ist selbstverständlich.

CarphuntigEin Teil dieser Rücksichtnahme bezieht sich auch auf die Ausrüstung. Es muss auf jeden Fall vermieden werden durch unterdimensionierte Ruten oder Leinen Abrisse zu riskieren. Nicht nur starke Fische sondern auch die schweren Bleie und Treibgut können der Leine sehr stark zusetzen. Ich verwende 0,40er Schnüre, die sehr abriebfest sind. Geflochtene Schnüre haben nur negative Erfahrungen ergeben – sie führen durch zu geringe Dehnung häufig zu Ausschlitzern.

Die Rollen sollten über eine fein einzustellende Bremse verfügen und auch für weite Würfe geeignet sein. Die Ruten sollten nicht weniger als 3,5 lbs aufweisen. Durch die harte Strömung benötigt man häufig 10 oz Bleie. Daher bevorzuge ich Ruten mit 4 lbs. Das verwendete RodPod sollte sehr stabil sein und als HighPod verwendet werden können. Das ist die bevorzugte Angelmethode.

Carphuntig Je weniger Schnur sich in der Strömung befindet, umso geringer ist die Gefahr, dass sich Geäst oder Gras an der Leine festsetzt und dann sogar ein 10 oz Blei abtreibt. Ich persönlich verwende keine Schlagschnur, obwohl sie gerade hier Berechtigung hätte. Darüber gibt es natürlich unterschiedliche Meinungen. Wenn Schlagschnur, dann würde ich eine monofile verwenden. Was ich aber immer verwende und womit ich auch gute Erfahrungen gemacht habe ist ein gewebeverstärkter Schlauch, der die ersten 1,5 m meiner Leine schützt. Für das Vorfach verwende ich geflochtenes kunststoffummanteltes Material mit 45 lbs. Damit kann man mittels „no knot“ und bevorzugt einem Haar für zwei 20 mm Boilies ein Rig binden, dass den Anforderungen im Fluss gerecht wird.

CarphuntigDie Hakengröße sollte Nr. 2 nicht unterschreiten. Nun möchte ich noch über ein sehr individuelles Thema sprechen. Es geht um unsere heißgeliebten Boilies. Ich glaube es gibt kaum jemanden der nicht auf seine speziellen Geschmacksrichtungen schwört. Speziell diejenigen unter uns, die ihre Kugeln selbst herstellen. Wissenswert für den „Po“ ist folgendes. Er liefert sehr große Menge an hauptsächlich tierischer Nahrung. Das bedeutet, dass süße Murmeln kaum sehr gute Fangchancen haben. Was aber viel wichtiger ist - durch das perfekte natürliche Nahrungsangebot müssen die verwendeten Boilies von guter Qualität sein. Und zwar die Futterboilies und die Köder. Die Karpfen haben keinerlei Veranlassung Kugeln von schlechter Qualität zu fressen, wenn der Fluss voller Leckerbissen ist.

Fischige oder fleischige Geschmackrichtungen, bzw. eine Kombination daraus werden bevorzugt. Je intensiver der Geschmack desto besser. Wichtig ist auch die Konsistenz. Durch die starke Strömung werden „schlechte“ Boilies ziemlich rasch zerlegt. Ich weiß, dass die doch sehr große Futtermenge eine Kostenfrage ist, aber man muss bedenken, dass es den Fangerfolg sehr stark beeinflusst.

Carphuntig

Allein das ganze Ambiente am „Po“ ist es wert, dass man sich ordentlich auf den Angeltripp vorbereitet. Die vergleichsweise etwas höheren Kosten gegenüber der Angelei am stehenden Gewässer werden durch einfach unvergessliche Tage wettgemacht. Aber urteilt anhand der Fotos am besten selbst.´

CarphuntigDieser Strom hat eine ganz eigene Magie. Seit ich das erste Mal im Po-Delta gefischt habe, damals noch auf die dicken Waller, übt dieser Fluss eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus.

Ein paar Mal im Jahr packt mich das Fieber und ich muss einfach fahren – meistens mit Freunden, aber manchmal auch alleine. Vom Nahbereich Wiens ins Po-Delta sind es zwar mehr als 600 km, aber die Vorfreude auf ein paar aufregende Tage und der Gedanke an die vielen faszinierenden Drills lassen die paar Stunden Fahrt wie im Flug vergehen.

CarphuntigIm Camp angekommen, werden sofort alle neuen Informationen in Erfahrung gebracht und Neuigkeiten ausgetauscht. Danach wird eilig das Boot beladen – ganz schön viel Zeug was man so braucht- und ab geht’s. Bereits die Fahrt zum ausgewählten Angelplatz ist auf dem zum größten Teil naturbelassenen Fluss ein Erlebnis.

CarphuntigEs ist noch sehr früh. Die Möwen halten Ausschau nach fressbaren Fischen. Ein Reiherpaar fliegt das Flussufer entlang und auch ein Nutria schwimmt von einer Insel auf’s Festland. Die Sonne erscheint über dem Horizont und löst langsam den leichten Nebel über dem Fluss auf. Es ist eine Menge Leben am Fluss – wie schon gesagt – natur pur – herrlich.

Und erst die Vielfalt der Karpfen. Man fängt die unterschiedlichsten Fische – ob Schuppen- oder Spiegelkarpfen, ob dunkel und langgestreckt wie ein Torpedo oder ganz hell, kurz und gedrungen, es gibt immer wieder Überraschungen. Das darf man einfach nicht verpassen.

CarphuntigTagesaktuelle Informationen über die jeweiligen Verhältnisse sind absolut notwendig um die Chancen auf gute Fänge zu optimieren. Außerdem benötigt man ein vernünftiges Boot um die Angelplätze zu erreichen. Es sollte mit einem Echolot ausgestattet und entsprechend motorisiert sein.

Wir haben es hier mit einem Fluss mit teilweise sehr starker Strömung zu tun, der nicht wie eine Badewanne ausgebaut ist. Die Angellizenz bekommt man vor Ort im Camp. Sie kostet ca. 45 Euro und ist 3 Monate gültig. Auch die Möglichkeit Futterboilies, Köder, sonstiges Zubehör und auch fertig montierte Leihruten zu bekommen ist sehr von Vorteil.

CarphuntigMeine erste Wahl ist das Wallerparadies in Porto Viro. Die Betreuung ist hervorragend und von dort aus erreichen sie relativ rasch alle guten Angelplätze. An dieser Stelle vielen Dank dem „Wallerbertl“ für seine jahrelange gute Betreuung ohne die der eine oder andere gute Fisch nicht möglich gewesen wäre.

Mit diesen Informationen und Tipps ausgerüstet, sollte nun einem“ aufregenden Angeltripp an den „Po nichts mehr im Wege stehen.  Dieser Fluss beherbergt absolute Traumfische.

Ich wünsche allen ein kräftiges Petri und natürlich jedem seinen persönlichen Rekordfisch.

Ing. Eduard Krawagna